Jonathan Paul Pielmeier

"5-4-3-2-1 - Skulptur und Zeit"

im Weytterturm

Kulturförderpreisträger der Dr. Franz und Astrid Ritter-Stiftung
und der Stadt Straubing 2025

vom 14.03. bis 19.04.2026
Sa/So/Feiertage 14:00 - 17:00 Uhr

EÖ: 13.03.2026, 19 Uhr
verschoben auf 

Fr. 27.03.2026, 19 Uhr

Neue Ausstellung im Weytterturm: Skulptur und Zeit im Raum

Der Straubinger Kulturförderpreisträger Jonathan Paul Pielmeier zeigt Querschnitt seiner Werke

In der kommenden Ausstellung präsentiert die Gemeinschaft Bildender Künstler im Straubinger Weytterturm Arbeiten von Jonathan Paul Pielmeier, dem Kulturförderpreisträger der Stadt Straubing und der Dr. Franz und Astrid Ritter-Stiftung von 2025.

Der bei Haibach im Lkrs. Straubing-Bogen aufgewachsene und nun in Wien lebende Bildhauer erlernte nach dem Abschluss an der FOS Straubing den Beruf des Zimmermanns. Danach absolvierte Jonathan Pielmeier ein vertieftes Studium der Bildhauerei an der Akademie in Nürnberg bei Michael Sailstorfer und Marko Lehanka, bevor er zu Prof. Hans Schabus an die Universität für angewandte Kunst nach Wien wechselte. Im Sommer steht dann sein Studienabschluss in Wien bevor, um dann als freier Künstler seinen Traumberuf ausüben zu können.

Als Bildhauer und Performancekünstler will er Grenzen der Skulptur erforschen. Zeit, Raum, Perspektive - das sind die großen Konstanten seiner Arbeit. Dazu kommt das Material und das, was damit passiert; es in ortsspezifischen neuen Kontexten zu neuem Leben zu erwecken.

Pielmeiers Kunst zeigt interessante Wandlungen: Flieger aus Metall, keramische und hölzerne Objekte oder auch Drucke. „Es kommt nicht darauf an, was du für Kunst machst, sondern wie du sie machst.“, ist ein Satz, der Jonathans Haltung treffend beschreibt. Denn Kunst ist für ihn nie eindeutig. Sie verändert sich mit dem Menschen, mit der Zeit, mit dem Moment, „wie eine Welle beim Surfen.“


Die Ausstellung „Jonathan Pielmeier – 5-4-3-2-1 – Skulptur und Zeit“ wird am Freitag, den 13. März 2026, verschoben auf den 27. März um 19 Uhr in den Räumen des Weytterturms, In der Bürg 34 (hinter der Polizei) eröffnet. Sie ist anschließend vom 28.03. bis zum 19.04.2026 jeweils Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 14 – 17 Uhr zu besichtigen.

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Mit Stahlfliegern in den Turm - Kulturförderpreisträger Jonathan Pielmeier zeigt Skulpturen und Bilder

Im Herbst 2025 erhielt der Bildhauer Jonathan Pielmeier aus Hiening bei Haibach den Kulturförderpreis der Stadt Straubing und der Dr. Franz und Astrid Ritter-Stiftung für Bildende Kunst. Der Preis ist mit einer Einzelausstellung im Weytterturm verbunden, die am Freitag (27.03.26) eröffnet wurde.

Schwierige Vorbereitungszeit

Jonathan Pielmeier wird diese Ausstellung so schnell nicht vergessen. Zum ursprünglich geplanten Eröffnungstermin saß er aufgrund des Iran-Kriegs in Sri Lanka fest und konnte erst vor wenigen Tagen ausreisen. „Es waren nicht die besten Voraussetzungen, eine Ausstellung vorzubereiten und aufzubauen“, erklärte der Künstler. Erschwerend kam hinzu, dass sich sein derzeitiger Studien- und Arbeitsort in Wien befindet.

Auch bei Erich Gruber war Erleichterung zu spüren, als er die Gäste begrüßte, bevor er mit dem Kulturpreisträger in einen Dialog trat. Der Vorsitzende der GBK und des Kuratoriums der Ritter-Stiftung stellte den Künstler zunächst kurz vor: Am Anfang stand der Besuch des gestalterischen Zweigs der FOS Straubing. Es folgte eine Ausbildung zum Zimmermann, die auch als Grundlage für seinen Weg an die Kunstakademien in Nürnberg und später nach Wien diente.

Konstanten der künstlerischen Arbeit

Mit besonderen Aktionen machte Jonathan Pielmeier auch im Straubinger Raum auf sich aufmerksam. „Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich in einer Kunstperformance mit einem Bollerwagen über den Stadtplatz zog. Auch die Bewerbungsfahrt mit einem Faltboot nach Wien, um mich dort bei meinem Professor vorzustellen, empfand ich selbst als außergewöhnlich“, erzählte er.

Der Titel der Ausstellung „5-4-3-2-1 – Skulptur und Zeit“ verweist auf die zentralen Konstanten seiner Arbeit: Raum, Material und Zeit. „Es kommt nicht darauf an, was du für Kunst machst, sondern wie du sie machst“, zitierte Jonathan Pielmeier eine für ihn sinnstiftende Position.

Aktuelle Brisanz und Zeitbezogenheit

Erich Gruber meinte, diese Aussage beschreibe die Haltung des Künstlers treffend. Kunst sei in den seltensten Fällen eindeutig; sie verändere sich mit dem Menschen, mit der Zeit und mit dem Moment – wie eine Welle beim Surfen. Dadurch erhielt auch das ausgestellte Surfbrett mit seinen Wachsspuren sowie die dazu in Sri Lanka entstandenen Bilder eine besondere Bedeutung. Dass mannshohe Metallflieger aus Stahlblech bis in die Räume des Turms vordringen, verleiht der Ausstellung in kriegsbelasteten Zeiten eine besondere Aktualität und Brisanz. Dazu tragen auch die Installationen mit glasierten Keramikknochen bei.

Mit einem Satz aus der Preisverleihungsrede schloss Erich Gruber den Dialog:

„Bei Jonathan wird aus dem Schauen Form.
Aus Gefühl wird Gestalt.
Aus Innenleben wird Außenleben.
Wird Skulptur. Wird Welt. Wird Jonathan.“

Die Ausstellung im Weytterturm, In der Bürg 34, ist bis 19.April 2026
jeweils samstags, sonntags und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

 

Metallflieger und Keramikknochen (im Weytterturm)

 

Bodeninstallation mit Tuch und Keramikknochen

 

Installation mit Schubkarre

 

Urlaub in Sri Lanka